Neustadt in Sachsen, 07. März 2019

Weitere Schritte zur Revitalisierung der Industriebrache Kirschallee II

Kirschallee I - komplett revitalisiert

Das wichtigste Vorhaben der letzten Jahre war für die städtische Industrie-Center Neustadt GmbH die „Wiedernutzbarmachung der Industriebrache Kirschallee 6 und 18“, den Neustädter Einwohnern besser als ehemaliges Gelände des Kombinats Fortschritt Landmaschinen bekannt. Die Gebäude waren zu weiten Teilen ungenutzt, verfallen sowie stark vermüllt.

Aus diesem Grund stellte die ICN GmbH im September 2014 bei der Landesdirektion Sachsen einen Antrag auf Förderung des Vorhabens zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur (GRW-Infra). Durch diese erfolgte dann eine Bewilligung der Fördermittel.
Die Übergabe des Fördermittelbescheides in Höhe von 6,15 Millionen EUR erfolgte im November 2015 durch Staatssekretär Stefan Brangs, so dass die Maßnahme mit einem Gesamtaufwand von 7,28 Millionen EUR zwischenzeitlich realisiert und im Frühjahr 2018 abgeschlossen werden konnte. Von den ca. 9,5 ha Gesamtfläche stehen nunmehr ca. 7,6 ha für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung, wobei davon bereits ca. 76 % veräußert wurden.

Für das verbliebene Quartier II mit einer Größe von etwa 1,75 ha laufen derzeit Verkaufsverhandlungen. Im August vergangenen Jahres wurde beim Zuwendungsgeber der Nachweis zur ordnungsgemäßen Verwendung der Fördermittel abgegeben.
Im Januar 2019 bestätigte die Landesdirektion Sachsen der ICN GmbH, dass alle angezeigten Kosten ordentlich verwendet und somit auch mit 85 % bezuschusst werden. Dafür gilt allen am Projekt Beteiligten ein außerordentlicher Dank für die gute Arbeit.

Nächstes Vorhaben - Kirschallee II - in Vorbereitung

Auch das nächste große Vorhaben ist bereits in Vorbereitung. Im September 2017 wurde das Grundstück Kirschallee II von einem insolventen Schrotthandelsunternehmen erworben. Auch hier erfolgte der Ankauf mit dem Ziel, die Industriebrache zu revitalisieren und für ansiedlungswillige Unternehmen attraktiv zu machen. Interessenten gibt es bereits.
Das Gelände umfasst zwei Ebenen, auf welchen sich derzeit noch ein 102 m hoher Industrieschornstein sowie mehrere Ruinen befinden. Zuletzt dienten die Grundstücke scheinbar auch als Müllhalde, zahlreiche Abfallhaufen zeugen davon. Die neue Nutzfläche soll durch den Rückbau der Gebäude sowie des Schornsteins geschaffen werden. Bedingt dadurch, dass er sich mitten im Baufeld befindet, muss dieser durch eine Sprengung beseitigt werden. Die Ebenen werden danach aufgearbeitet sowie von Müll und Altlasten befreit. Zudem wird das Areal abwasser- als auch trinkwassertechnisch erschlossen.
Auch eine neue Erschließungsstraße ist geplant.

Zur Finanzierung dieses Vorhabens wurde bereits im Januar letzten Jahres bei der Landesdirektion Sachsen ebenfalls ein Antrag auf Förderung gestellt, da die ersten Arbeiten ursprünglich im Herbst 2018 beginnen sollten. Bei einer im Frühjahr durchgeführten Altlastenvoruntersuchung stellte man allerdings erheblich mehr Schadstoffe auf dem Grundstück fest, als ursprünglich angenommen. Diese vorbereitende Untersuchung konnte erst nach der Beantragung der Förderung in Auftrag gegeben werden. Die Aufarbeitung der vorhandenen Altlasten haben höhere finanzielle Aufwendungen zur Folge, als im Fördermittelantrag vom Januar ausgewiesen. Vorgenannter Sachverhalt wurde dem Referatsleiter der Wirtschaftsförderung in der Landesdirektion Sachsen erörtert.

Ziel ist es, für das erweiterte Projekt auch eine angepasste Förderung zu erhalten. Bedingung für die Bewilligung der Zuwendung sind die umfangreicheren Planungsarbeiten abzuschließen sowie die Genehmigungsreife des aufzustellenden Bebauungsplanes der Stadt, in den dann die Ergebnisse der Untersuchungen einfließen müssen. Letzterer wurde Ende Januar 2019 durch den Stadtrat beschlossen. Der neue überarbeitete Antrag konnte Anfang Februar beim Fördermittelgeber eingereicht werden. Parallel zum derzeitigen Genehmigungsverfahren der Landesdirektion laufen die Organisation der erforderlichen Eigenanteile der ICN GmbH und die Erarbeitung erster Ausschreibungen für das Vorhaben. Bei einem positiven Förderbescheid bis Mai dieses Jahres könnten die ersten Sanierungsarbeiten im Juni/Juli 2019 beginnen.


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