Eintrittspreise:
Erwachsene 2,00 €
Ermäßigt
(Kinder ab 6 Jahre,
Schüler, Sozialpass)
1,00 €
Familienkarte
5,00 €
Führung
nach Voranmeldung
10,00 €
Malzgasse 7
01844 Neustadt in Sachsen
Leiterin des Museums:
Silvia May
Dipl.-Museologin (FH)
Tel./ Fax: (0 35 96) 50 55 06
stadtmuseum@neustadt-sachsen.de
Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag - Donnerstag:
von 10:00 - 12:00 Uhr und von 13:00 - 16:00 Uhr
Freitag
von 10:00 - 12:00 Uhr
und am Samstag sowie an Sonn- und Feiertagen von 13:00 - 16:00 Uhr
Die Wurzeln des Museums sind in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts zu finden. Der wohl damals fortschritt-
lichste Bürger Neustadts, der Verleger und Buchhändler Julius Mißbach, regte die Gründung einer Altertums-
sammlung an.
Die notwendige Plattform dafür bildete der sehr rege Gewerbeverein. Wiederholte Aufrufe an die Bevölkerung seit 1871 zur Abgabe von Objekten, besonders aus Neustadts Geschichte, waren der Anfang einer fortlaufenden Sammeltätigkeit.
1874 erfolgte die Eröffnung des Stadtmuseums im Schulsaal der Allgemeinen Volksschule. Auf Grund von zunehmendem Platzbedarf seitens der Schule musste 1888 die Sammlung ausgelagert werden. Mit dem Übergang der Sammlung in städtisches Eigentum im Jahre 1897 konnte das Museum im Dachgeschoss des Rathauses wieder eröffnet werden.
Um das Jahr 1972 schloss das Museum erneut seine Pforten. Nach 25-jähriger Schließzeit konnte es 1997 neu gestaltet und im rekonstruierten alten Malzhaus wieder der Öffentlichkeit übergeben werden. In diesem 1768 von der Braukommune erbauten Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, erhielt das Museum eine würdige Unterkunft.
Zur Parochie Neustadt gehörige Rittergüter |
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Entwicklung der KunstblumenindustrieEs werden die Anfänge der Kunstblumenherstellung von den Anfängen seit 1834 und die sich daraus entwickelnde Kunstblumenindustrie, deren Produkte weltweit vertrieben wurden, bis hin zum Niedergang in der Zeit um 1989/ 90 dargestellt. Neben Rekrutensträußchen und Totenkrönchen aus der Zeit um 1800 verdeutlichen Handwerkszeug, Farb-, Stoff-, Musterbücher und Blumeneisen die Herstellung von Mode- und Dekorationsblumen. In der Region Neustadt/ Sebnitz sind in der Blütezeit, sie lag zwischen 1875 und 1914, 75 Prozent der deutschen Gesamtproduktion an Kunstblumenerzeugnissen hergestellt worden. |
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SchützenwesenInteressante Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten veranschaulichen dem Besucher die Geschichte des Neustädter Schützenwesens. Mit unterschiedlichsten Motiven bemalte Schützenscheiben, die älteste von 1785, Pokale, Preise, Böllerkanone, die Lade der Schützengesellschaft sowie Bilder und Dokumente berichten über die Pflichten, die Stadt und durchziehende Handelsfuhrwerke zu schützen, aber auch vom geselligen Treiben dieser im Mittelalter gegründeten Vereinigung. |
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Bürgerliches Wohnzimmer Ein bürgerliches Wohnzimmer der Gründerzeit, ergänzt mit Text- und Bildinformationen zu jener Zeit, zeigen die Wohnkultur jener Jahre und die Entwicklung Neustadts von der Ackerbürgerstadt zur Industriestadt. |
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| Seilerwerkstatt mit Laden Besonderer Anziehungspunkt ist die von der Handwerkerfamilie Lehmann aus Neustadt über mehrere Generationen betriebene Seilerwerkstatt mit dazugehörigem Laden, die dieses sehr alte, in Deutschland wohl kaum noch vorhandene Handwerk veranschaulicht. |
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FeilenhauereiDieses Handwerk, das verknüpft war mit der sich entwickelnden Industrie, lässt sich in Neustadt seit 1843 nachweisen. Viele Gegenstände wie Hauklotz, Richtklotz und Handwerkszeug stammen aus dem 19. Jahrhundert, als das Aufhauen der Feilen noch reine Handarbeit war. |
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StadtgeschichteIm Obergeschoss findet der Besucher ausgewählte Themen der Stadtgeschichte, beginnend mit der Gründung der Stadt zwischen 1241 und 1330 durch Freiberger Bergleute über die Entwicklung der Stadt mit Marktrecht, gelegen an der Salzstraße bzw. böhmischen Glasstraße, Handwerk und Gewerbe als wichtigste Einkommensquelle der Bevölkerung bis hin zur Verwaltung der Stadt und deren Veränderungen im Stadtbild. |
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Neustädter Persönlichkeiten des 18. und 19. JahrhundertsDazu gehören u. a. der Heimatforscher und Pfarrer Magister Wilhelm Leberecht Götzinger (1758 - 1818), zugleich erster ausführlicher Beschreiber der Sächsischen Schweiz, Dr. Friedrich Adolph August Struve (1781 - 1840), Erfinder des künstlichen Mineralwassers für Heilzwecke, damals im europäischen Raum besonders durch seine Mineralwassertrinkanstalten bekannt, Dr. Wilhelm Michael Schaffrath (1814 - 1893), Mitglied der Nationalversammlung in Frankfurt am Main 1848/49, Friedrich Wilhelm Kaulisch (1827 - 1881), Lehrer an der Neustädter Bürgerschule und Dichter des später mehrfach vertonten Liedes "Wenn du noch eine Mutter hast", das im gesamten deutschen Sprachraum bekannt wurde und Julius Mißbach, Verleger und Buchhändler sowie fortschrittlichster Bürger Neustadts im 19. Jahrhundert. |
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Kriege, Pest und Brände Besonders zu leiden hatte die Bevölkerung im Dreißigjährigen Krieg. Die Stadt wurde 40-mal "totalitär" ausgeplündert. Auch der Siebenjährige Krieg und die napoleonische Zeit brachten viele Kriegslasten mit sich. Mehrfach wurde Neustadt von Stadtbränden, aber auch der Pest heimgesucht, allein im 17. Jahrhundert 6-mal. |
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| 1945 bis zur Gegenwart In diesem Komplex werden, ausgehend von der industriellen Entwicklung im 19. Jahrhundert, die Ereignisse am Ende des Zweiten Weltkrieges sowie das Werden und Wachsen der Stadt von 1945 bis zur Gegenwart dargestellt. |
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Aktuelles und Vorschau
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