Neustadt in Sachsen, 27. Januar 2018

Offizieller Abschluss der Revitalisierung des Industriegebiets

Am 26. Januar 2018 luden Bürgermeister Peter Mühle und Frank Beyer, Geschäftsführer der Industrie-Center Neustadt GmbH (ICN), ins Industriegebiet Kirschallee zum offiziellen Abschluss der Revitalisierung der Industriebrache des ehemaligen Kombinates Fortschritt Landmaschinen ein. Viele Gäste aus Politik und Wirtschaft, Beteiligte am Bauvorhaben sowie Stadt- und Aufsichtsräte folgten der Einladung zu einem Rundgang durch das gesamte Gewerbegebiet.

Bereits im Jahr 2013 begannen die Planungen für das insgesamt 9,5 ha große Areal unter dem damaligen Bürgermeister Manfred Elsner. In der einstigen Industriebrache befanden sich noch bis 2016 das heruntergekommene Bürogebäude „Schwarze Kuh“, Wohnheime und die alte Tischlerei. Dieses Vorhaben mit Gesamtkosten in Höhe von 7,3 Millionen EUR war eine der umfangreichsten Maßnahmen der letzten Jahre in unserer Stadt. Am 2. November 2015 übergab Stefan Brangs, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, einen Fördermittelbescheid in Höhe von 6,2 Millionen EUR. Zeitgleich erfolgte der erste Baggerhub, den Bürgermeister Peter Mühle persönlich vollzog. Ab Januar 2016 begannen nach Entfernung des Wildwuchses die umfangreichen Abrissarbeiten der Altsubstanz sowie erste Bauarbeiten an der provisorischen Zufahrtsstraße. Das ehemalige Fortschrittgelände änderte sich in zwei Jahren Bauzeit grundlegend, was Frank Beyer rückblickend in einer Präsentation zeigte. Dabei nannte er auch einige interessante Fakten, wie z. B. die durchgeführten Sprengungen, die notwendig zum Zerkleinern der Steinmassen waren, die 100 Nistplätze, die für Vögel und Fledermäuse als Ausgleich im Stadtgebiet geschaffen werden mussten oder aber auch die vielen Bauberatungen, an der Zahl 100 Stück. Auch gab es während der Bauphase vor allem in den Herbstmonaten im Jahr 2016 und 2017 enorm schwierige Bedingungen durch Niederschläge. Vielmals standen die Flächen unter Wasser. Trotzdem konnte am 19. Dezember 2017 das Vorhaben planmäßig mit seinen drei Quartieren bautechnisch abgenommen werden. Von der insgesamt 9,5 ha großen Fläche sind 7,7 ha als Gewerbefläche vermarktbar.
Zur Zeit ist ein Quartier mit einer Fläche von 1,7 ha übrig und nicht verkauft. Dafür gibt es aber auch Interessenten. Und es soll weitergehen.

Das angrenzende 5 ha große Gebiet soll ebenfalls erschlossen werden. Das alte Heizhaus, der Schornstein und das Gebäude des ehemaligen Schrotthandels konnten durch die ICN GmbH erworben werden. Ein Fördermittelantrag für dessen Erschließung wurde gestellt. Begonnen wird auch dort mit der Beseitigung des Wildwuchses, um schnellstmöglich die alten Ruinen abreißen zu können. Ein weiteres großes Vorhaben, das die Stadt in Angriff nimmt, um Platz für neue Ansiedlungen zu schaffen.

Offizielle Fertigstellung Industriegebiet Kirschallee

Zur Besichtigung des Industriegebietes, V. l.: Landtagsmitglied Jens Michel, Bürgermeister a. D. Manfred Elsner, Bürgermeister Peter Mühle, Heiko Weigel, Beigeordneter und Geschäftsbereichsleiter Bau und Umwelt des Landratsamtes, Frank Beyer, Geschäftsführer der ICN GmbH und der Bauleiter des ausführenden Unternehmens Eurovia und Amand Ralf Erlinger


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