Neustadt in Sachsen, 31. Juli 2017

Vor 10 Jahren fand die Eingemeindung zwischen der Stadt Neustadt in Sachsen und der Gemeinde Hohwald statt

Am 18. Juli 2007 wurde offiziell die Eingemeindung der Gemeinde Hohwald in die Stadt Neustadt in Sachsen besiegelt. Neustadts Bürgermeister a. D. Manfred Elsner (Foto links) und der Amtsverweser der damaligen Gemeinde Hohwald, Christian Kowalow, unterzeichneten in der Neustadthalle den Eingliederungsvertrag und schafften damit die Voraussetzung für eine gemeinsame Zukunft.

Unterzeichnung Eingliederungsvertrag

Zum 1. August 2007 erfolgte die Eingemeindung. 

Voraus gegangen waren lange Bemühungen der damaligen Bürgermeister um eine Fusion. Bereits seit dem Jahr 2004 wurde in einer Arbeitsgruppe, bestehend aus den Vertretern beider Gemeinden, über die Grundlagen diskutiert. In einem anberaumten Bürgerentscheid im Jahr 2005 sprachen sich jedoch die Bürger der Gemeinde Hohwald mehrheitlich gegen die Eingemeindung aus, sodass die Verhandlungen ins Stocken gerieten.

Im Januar 2007 trat Dieter Grützner als Bürgermeister der Stadt Neustadt in Sachsen in den wohlverdienten Ruhestand und übergab die Amtsgeschäfte an Manfred Elsner, der im November des Vorjahres die Wahl in Neustadt in Sachsen für sich entscheiden konnte.

Christian Kowalow leitete die Geschäfte der Gemeinde Hohwald als Amtsverweser weiter. Vor diesem Hintergrund wurde durch den Gemeinderat der Gemeinde Hohwald ein zweiter Bürgerentscheid anberaumt, in dem sich die Mehrheit der Bevölkerung nun für die Eingemeindung aussprach.

Nach der Entscheidung über eine gemeinsame Zukunft galt es viel zu organisieren, wie die Änderung von Straßennamen sowohl im Stadtgebiet als auch in den Ortsteilen, die Vereinheitlichung des Ortsrechtes und die Zusammenführung der Haushalte beider Kommunen, um einen gemeinsamen Haushalt für 2008 zu erstellen. Die Mitarbeiter der Verwaltung wurden in den Dienst der Stadt Neustadt in Sachsen gestellt. Auch die Gemeinderäte waren fortan Teil des Neustädter Stadtrates, der nun übergangsweise aus 40 Mitgliedern bestand. Finanziell belohnte das Land Sachsen die Eingemeindung mit zusätzlichen Investitionsmitteln in Höhe von 490 TEUR. Damit war es möglich, Projekte in der Stadt und den Ortsteilen zu realisieren, die mittelfristig im Finanzplan so nicht denkbar gewesen wären. Trotz der Förderung waren über 1 Mio. EUR Eigenmittel nötig, um diese umzusetzen.

  • Sanierung des Schlossdaches Langburkersdorf mit 315 TEUR im Jahr 2009
  • Kunstrasenplatz im Ortsteil Langburkersdorf mit 582 TEUR im Jahr 2009
  • Vereinsscheune im Ortsteil Niederottendorf mit 117 TEUR im Jahr 2010
  • Neubau der Brücke auf der Bischofswerdaer Straße - Höhe Julius-Mißbach-Turnhalle - für 312 TEUR im Jahr 2007
  • Rekonstruktion Postmeilensäule 10 TEUR im Jahr 2008
  • Rekonstruktion Parkwege Arthur Richter Park für 116 TEUR 1. Bauabschnitt entlang der Goethestraße im Jahr 2008, 2. Bauabschnitt von Oktober 2009 bis Juli 2010
  • Neueinrichtung Bibliothek nach dem Umzug aus dem Schulgebäude Bischofswerdaer Straße für 105 TEUR im Jahr 2007
  • Neugestaltung Dorfplatz Polenz für 112 TEUR im Jahr 2008


Durch die Gemeindefusion verbesserte sich der Wichtungsfaktor bei der Berechnung der Schlüssel-zuweisungen des Landes, sodass zusätzliche Einnahmen für die Gesamtkommune in den kommenden Jahren erzielt werden konnten. Das half bei der Ausgestaltung der kommenden Haushaltspläne.
Der Zusammenschluss der Stadt Neustadt in Sachsen und der Gemeinde Hohwald war eine Jahrhundertentscheidung und brachte der Gesamtgemeinde finanzielle Stabilität und weiteren wirtschaftlichen Aufschwung. Viele Projekte im Stadtgebiet und in den Ortsteilen konnten somit in den vergangenen zehn Jahren realisiert werden.


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